Die Maniokwurzel – nicht nur als Mehl ein leckerer Genuss

Die Maniokwurzel – nicht nur als Mehl ein leckerer Genuss

 

Maniok – ein Trend erobert Europas Küchen

 

Erfahre bei ruut.de, was alles in der Maniokwurzel steckt und wie man daraus leckere, glutenfreie Pommes macht. 

Die Maniokwurzel ist in manchen südamerikanischen und afrikanischen Ländern ein echtes Grundnahrungsmittel, da diese sehr abwechslungs- und variantenreich verwendet werden kann. Mittlerweile ist sie auch bei uns keine ganz Unbekannte mehr, speziell bei jenen Menschen nicht, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden. Um beispielweise trotzdem Brot essen zu können, eignet sich das Mehl aus der Maniokwurzel besonders gut, denn aus ihm lassen sich wunderbar Brötchen, Brot und Kuchen herstellen. In Duft, Geschmack und Konsistenz unterscheiden sich diese nicht wesentlich von den herkömmlichen Produkten aus Getreidemehl, denn der Geschmack der Maniokwurzel ist sehr neutral. Schau doch mal in unserem Shop vorbei und suche dir das für dich passende Produkt aus.

Die Maniokwurzel – da steckt was drin …

So unscheinbar die Maniokwurzel auch aussieht, sie hat viel zu bieten:

  • Einen Stärkegehalt von ca. 77 g auf 100 g des aus ihr gewonnenen Mehls, sodass das Maniokmehl eine optimale glutenfreie Alternative für viele Rezepte bildet.
  • Einen hohen Anteil von Vitamin C.
  • Auch der Gehalt an Vitamin K ist recht hoch.
  • Kalium, aber auch andere wichtige Mineralstoffe sind in der Wurzel enthalten (300 g Maniok = Tagesbedarf).
  • Magnesium, Calcium und Phosphor sind ebenfalls in der Wurzel vorhanden.
  • Dabei enthält die Maniokwurzel so gut wie kein Fett.
  • Und auch die Kalorienanzahl ist sehr gering: 100 g Maniok haben nur knapp 140 Kalorien.

Viel mehr als „nur“ Mehl!

Die meisten kennen und nutzen natürlich hauptsächlich das Mehl, das – gewonnen aus der Maniokwurzel – als schmackhafte Alternative zum Weizenmehl und damit als Beitrag zur glutenfreien Ernährung bekannt und beliebt ist. Aber es gibt noch zahlreiche andere köstliche Rezepte mit der Maniokwurzel, die zwar noch nicht so geläufig sind, dennoch nicht weniger hervorragend schmecken. So wird beispielsweise in Brasilien nach indianischer Tradition der Presssaft von Bittermaniok – Tucupi genannt – lange gekocht, um dann mit ihm Suppen und zum Beispiel Fleischgerichte zu erstellen bzw. zu veredeln. Im Allgemeinen ist die süße Maniokwurzel jedoch deutlich verbreiteter. Auch als Zutat für kreolische Maniok-Bällchen, die an Frikadellen erinnern, kann man die süße Maniokwurzel nutzen. Darüber hinaus lassen sich auch Maniokbrei oder Manioktörtchen aus entsprechendem Teig herstellen.

Weder das Mehl noch die Wurzel selbst ist dabei tatsächlich süß. Im Gegenteil, ihr Geschmack ist neutral, was die Maniokwurzel so vielseitig in der Zubereitung macht. Traditionell wird die Maniokwurzel ganz und auch als Mehl für herzhafte Gerichte, wie beispielsweise unsere Maniokpommes, verwendet. Für Süßspeisen wird hingegen vor allem das Maniokmehl und das Nebenprodukt Tapiokamehl (Stärke) genutzt.

Allerdings gilt es, einiges bei der grundsätzlichen Zubereitung von Maniokwurzeln zu beachten, denn diese enthalten Blausäure, welche dann beim längeren Kochen verfliegt. Aber die Maniokwurzeln sollten aus diesem Grund in rohem Zustand auf keinen Fall verzehrt werden. Eine zweite Eigenschaft dieser Wurzel ist auch gut zu wissen: Maniok verfault ziemlich zügig, am besten bereiten Sie ihn daher noch am Einkaufstag zu. Das Mehl allerdings hält sich ca. zwei Jahre lang tadellos.

Rezept für leckere glutenfreie Pommes aus der Maniokwurzel

Für ca. 3 Portionen benötigen Sie folgende Zutaten:

  • 1 Maniokwurzel
  • Knoblauchpulver
  • Zwiebelpulver
  • süßer Paprika (Pulver)
  • Meersalz
  • Kokosöl

Zubereitung:

  • Backofen auf 200 °C vorheizen.
  • Zunächst die Maniokwurzeln schälen und in Pommes-Form schneiden. Diese Streifen dann in kaltem Wasser einweichen, bis es trüb/milchig wird, damit die Blausäure austritt. Danach nochmals abwaschen.
  • Die Pommes in einen mit Salzwasser gefüllten Topf ca. 10 Minuten kochen, bis sie leicht mit einer Gabel aufzuspießen sind.
  • Die Maniok-Streifen mit Kokosöl beträufeln, bis diese komplett bedeckt sind. Anschließend die Pommes auf einem Backblech gleichmäßig verteilen.
  • Pommes ca. 20 Minuten backen. Nach ca. 10 Minuten einmal wenden.
  • Bereit zum Genuss sind sie, wenn eine leichte Bräune sie überzieht.
  • Zum Servieren streuen Sie Salz und Gewürze nach Wunsch darüber.
  • Guten glutenfreien Appetit!